Freitag, 23. Mai 2014

Portugal

Wenige Tage nach meiner Ankunft in Good Old Germany geht es mit meiner lieben Mama nach Carvoeiro an die Algarve, ins südliche Portugal. Wir haben ein schönes, voll ausgestattetes Appartment mit tatsächlich beschwimmbarem, 25 meter Pool auf einer weitläufigen Anlage, sowie einen unter der portugiesischen Sonne glühendheissen schwarzen Peugeot 208 mit Air Condition gemietet, die bei den Temperaturen zwar kläglich versagt, aber das Auto tut ansonsten, was es soll - es fährt uns, ziemlich weit sogar in hügelig steiler Landschaft, oft auch durch sehr enge Gassen so dass mir beim Berganfahren sämtliche Erinnerungen an längst vergessen geglaubte Schandtaten früherer Zeiten aus dem Gedächtnis hervorkommen. Warum hat mir nur mein Fahrlehrer damals nicht das Berganfahren beigebracht? Seit einem ersten (Fehl)versuch auf den Strassen des Schwarzwalds im  frisch erworbenen VW Käfer, als plötzlich bei einer gefühlt 35 % Steigung gar nichts mehr ging, gerät mein Kreislauf bei eben jenen Strassenverhältnissen in Kombination mit der roten Ampel auf Zwei- nein Dreihundertachtzig, Puls und Blutdruck... Ich weiss zwar, dass ich es kann und es ist in mittlerweile 30jähriger Autofahrpraxis auch nie jemand oder etwas zu Schaden gekommen, dennoch... - ja und hier an den steilen, engen Strassen der Algarveküste kann ich jetzt dieses Trauma endlich mal verarbeiten. Mit meiner engelsgeduldigen Mama an der Seite kann da gar nichts passieren :-) und ich werde nach den Erlebnissen mit ihr auf den portugiesischen Strassen hoffentlich für alle Zeiten von dieser Phobie kuriert sein. Wir erkunden die umliegenden Orte, kommen nach Lagos, Silves, Portimaio, fahren Richtung Westen nach Aljezur und Odeceixe und ins gebirgige Hinterland nach Monchique. Die Landschaft ist traumhaft schön, die Küsten gesäumt von hohen Klippen, wo es sich auch sportlich wandern lässt und der azurblaue Himmel sich im glasklaren Wasser trifft. Das Wasser ist frisch - kein Vergleich zu den Badewannentemperaturen des südchinesisches Meeres -  und so eine willkommene Abwechslung bei ansonsten heissen Temperaturen. Wunderschöne Beaches mit Höhlen gibt es hier, die nicht nur sehr pittoresk die Landschaft formen sondern auch schön Schatten bieten. Schööön wars, es wird ein unvergessener Urlaub bleiben !





















Südostasien - Nachbetrachtung

... soon to come

Zurück in Bangkok

Von Vientiane nehme ich dieses Mal den Nachtzug nach Bangkok. Dort quartiere ich mich noch 3 Tage in mein mittlerweile liebgewonnenes Hostel ein - zum dritten Mal Saiphae - und verbringe viel Zeit mit shoppen. Ja, endlich darf ich mal ohne zu sehr auf Gewicht zu achten Souveniers und Sachen kaufen. Meine Ziele sind der legendäre Weekend-Market und das Central World, angeblich die 8. Größte Shopping Mall der Welt. Unterschiedlicher könnten diese beiden Anlaufpunkte nicht sein und ich versinke schon ein bisschen im Einkaufsrausch, bevor es bald heisst, goodbye Asia, schön wars und ich komme ganz bestimmt wieder !

Back in Vientiane

Nach einer mehr als unkomfortablen Busfahrt von Luang Prabang nach Vientiane war ich froh dort im "Funky Monkey" Hostel untergekommen zu sein, wo ich das Gefühl hatte, die nettesten Menschen anzutreffen, die mir nur irgendwie begegnen konnten. 

Samstag, 26. April 2014

Happy New Year, Luang Prabang !

In Luang Prabang tobt der Baer. Es ist kaum möglich, die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Warum auch, bei dem Spektakel, das sich hier abspielt.  Dieses toppt ohnehin jede 'Highly Recomnded' Attraktion die in den Lonely Planets vorgeschlagen werden, dafür ist dann vielleicht morgen noch Zeit, oder auch nicht, wenn das hier so weitergeht :-).
Ahnungslos, was der Tag bringen wird, bin ich morgens frueh schon zum Wat Xien Thong geradelt und dann dort - im wahrsten Sinne des Wortes hängen geblieben. Auf der Anlage finden bereits die Vorbereitung des Events statt, der Nang Sang Khan Parade anlässlich der Neujahrsfeiern, (Procession Of Miss Lao New Year) - eine Mixtur zwischen religioeser Prozession und Faschingsumzug - (man möge mir den Vergleich verzeihen)  vom Wat Xientong zum Wat Thatnoy, die heute die ganze Stadt dominieren wird. Dazu versammeln sich einige der Teilnehmergruppen auf dem Gelaende des Klosters, proben Auftritte, halten letzte Lagebesprechungen, bekommen den ultimativen Outfitschliff verpasst, lassen sich fotographieren in den unterschiedlichsten Gewändern, staerken sich mit Bun Bo Nam Bo, ein super leckerer laotischer Nudelsalat, der in ungewöhnlich grossen Portionen gereicht wird, oder schlagen einfach nur mit allerlei Spielen die Zeit tot. Sehr beliebt ist das Pfeilwerfen auf Luftballons. 3 Wurf für 1000 Kip, das sind ziemlich genau 9 Pfennig - meine Euro-Cent. Wer 3 mal trifft darf sich aus einem bereitstehenden Angebot aus Softdrinks eines aussuchen. Die Dosen stehen werbewirksam in der Mitte des Platzes. Dass deren Inhalt auf die mittlerweile herrschende Temperatur von ueber 40 Grad gestiegen sein wird, scheint belanglos.

Hier kann ich erstmals, seit ich in der Stadt bin, die Kamera herausholen, ohne einen Totalschaden zu riskieren. Mehr noch als in Vang Vieng wird man seit meiner Ankunft in Luang Prabangs Strassen ständig mit Wasser bespritzt und mit Eimern ueberschüttet. Das ganze ging schon los als ich mit sieben weiteren backpackern auf der Fahrt im TukTuk vom Busbahnhof zum Hostel war. So ein TukTuk, auf dessen offene Ladeflaeche 8 zusammen gekauerte Menschen samt Gepäck Platz finden und sich fortan keinen Zentimeter mehr bewegen können ist nicht gerade schnell unterwegs auf Luang Prabangs breiter Einfahrtsmeile in die Stadt hinein und so waren wir eine willkommene Angriffsflaeche fuer Wasserattacken jeglicher Art. Gut, dass ich das Regencover am Rucksack habe...   Kanister voller Wasservorraete sind bereitgestellt und ihr Inhalt findet permanent sein Ziel. Happy New Year sagt man sich mit diesem Akt, ein jeder rechnet stests damit, die volle Ladung abzubekommen. Zum einen bin ich froh, mit dem Rad unterwegs zu sein, der Fahrtwind kühlt die nasse Haut, zum anderen ist man damit schneller als zu Fuss und passiert so die Wasserattacken auch häufiger und unvermittelter.

Die eigentliche Prozession ist eine Parade des Who_Is_Who in Luang Prabang. Der Aufmarsch der 800 Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern bildet den Beginn des Umzugs, und hat etwas sehr theatralisch, spirituell festliches.  Es folgen die unterschiedlichsten Gruppen, die wie bei uns zum Karneval in den verruecktesten Kostuemen marschieren. Dabei wird getanzt, gesungen, viel Lao Beer getrunken, musiziert und natuerlich - gewaessert. Und natuerlich praesentiert sich Miss Luang Prabang auf - einem Tiger reitend, auch sie bleibt nicht trocken.

Am Abend gehe ich mit Chrissy aus London, die ich im Hostel kennen gelernt habe, zum Night Market, wo neben kulinarischen Koestlichkeiten hauptsächlich Textilien, Schmuck und Kunshandwerk angeboten wird und den wir, ohne Wasserattacken befuerchten zu müssen, begehen koennen. In unmittelbarer Naehe finden im Garten des Nationalmusems gerade die letzten Vorbereitungen fuer ein weiteres Ereignis anlaesslich des Pi Mai (laot. Neujahr) statt, die Ramayana Dance Show. Wir luemmeln, wie alle anderen auch auf der Wiese vor dem buddhistischen Tempel und bestaunen die exotischen Kostüme, Masken und Tanzdarbietungen.
Es war ein sehr schöner Abend und eine tolle Aufführung traditioneller laotischer Tanz- und Musikkultur. Sehr beeindruckend, vor allem weil alles echt war, nicht für zahlende Touris inszeniert, sondern anlässlich des Neujahrsfestes für die Bevölkerung Luang Prabangs aufgefuehrt. Und wir hatten Glück, mittendrin zu sein, denn ich hatte nur zufaelligerweise auf einem kommunalen Plakat davon gelesen. Wie gut, der laotischen Sprache mächtig zu sein :-) kleiner Scherz :-)  Bilder sagen hier mal wieder mehr als Worte, also seht selbst:-)...  und verzeiht die wenigen Wasseraufnahmen.  Leider ist meine Kamera nicht unterwassertauglich, daher musste sie tagsüber viele Stunden im Oceanpack verbringen...


Wat Xien Thong, Luang Prabang














Eine Köstlichkeit an heissen Tagen: Aus Palmrohr gepresster Saft, on the Rocks serviert. Gibts fast anjeder Strassenecke.




Die Häeuser Luang Prabang's vom Huegel des Wat Phol Phao aus gesehen.


Wasserschlachten ueberall...


Hier fliesst der Nam Khan Fluss in den Mekong.


Die Parade beginnt mit dem Aufmarsch der Mönche













 Nationalmuseum, Luang Prabang


Junger Mönch am Wat Mai



Mekong-Fish BBQ


Ramayana Dance Show